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N°530 + INFO
Name
ShopVille, Zürich HB
Ort
2010
Jahr
2014
Kategorie
Teilprojekt DML
Auftraggeber
Stadt Zürich, Tiefbauamt
Fotos

Ruedi Walti

Beschrieb

Das ShopVille – Ende der 60er Jahre als Fussgängerunterführung unter dem Bahnhofplatz geplant und am 1. Oktober 1970 eröffnet – wurde in seiner gut 40-jährigen Geschichte kontinuierlich erneuert. 2003 wurde das ShopVille vollständig erneuert und erhielt seinen heutigen Charakter.

Im Rahmen des Ausbaus der Durchmesserlinie (DML) von Altstetten nach Oerlikon unter dem Hauptbahnhof Zürich mit dem Durchgangsbahnhof Löwenstrasse wurde das unterirdische Passagensystem mit zahlreichen Aufgängen in die Stadt und den Hauptbahnhof geschaffen. Das ShopVille ist als Teil dieses Systems an mehreren Stellen an die Passagen der SBB unter dem Hauptbahnhof angeschlossen. Die Erweiterung nach Westen mit ihrem Treppenaufgang zur Gessenerallee verbindet die neue Passage Gessnerallee mit dem ShopVille und lässt so ein zusammenhängendes Passagen- und Ladensystem ohne Sackgassen entstehen. Sieben neue Ladenlokale konnten geschaffen werden, die das bestehende ShopVille-Angebot ergänzen.

Um ein grosszügiges und zusammenhängendes ShopVille zu kreieren und dieses mit einer klaren Grenze zur Passage Gessnerallee abzugrenzen, wurde als Gestaltungsrichtlinie das Konzept von Arnold Amsler aus dem Jahre 2003 weiterverfolgt. Materialisierung und Details wurden aus dem bestehenden ShopVille für den neuen Teil übernommen und angepasst. Da die Erweiterung ShopVille zeitgleich mit dem Durchgangsbahnhof Löwenstrasse und parallel zu weiteren Teilprojekten realisiert wurde, waren aufgrund der unmittelbaren räumlichen und zeitlichen Abhängigkeiten eine minutiöse Planung und Abstimmung der einzelnen Projektschritte im Bauprozess erforderlich.

Sämtliche Bauarbeiten fanden unter laufendem Betrieb des Hauptbahnhofes, ShopVille und der Anlieferung Gessnerallee statt, die lediglich für rund ein Jahr stillgelegt werden musste. Auch der Strassenverkehr, der Trambetrieb sowie der Bahnverkehr auf Gleis 3 des Hauptbahnhofs mussten während der gesamten Bauzeit nahtlos weiter funktionieren. Dies erforderte eine höchst präzise Termin- und Logistikplanung.

Projekt.
Verlängerung unterirdisches ShopVille im Hauptbahnhof Zürich mit Anbindungen an die Passage Gessnerallee und Halle Löwenstrasse sowie Stadtaufgang in die Gessnerallee. Erweiterung der Ladenpassage mit Infrastruktur (Anlieferung, Nebenräume, Garderoben, Putzräume)

Architektur.
Grosszügig dimensionierte, für Übersichtlichkeit orthogonal zueinander verlaufende Zirkulationsflächen (Passagen und Hallen) mit rationeller Passagier- und Passantenhydraulik als Interpretation einer Erweiterung des öffentlichen Raums

Materialisierung.
Schlichte, dauerhafte Materialisierung mit schwarzem Naturstein (Assoluto Nero) als Bodenbelag, schwarzen Deckenpaneelen und mit Chromstahlprofilen eingefasste gläserne Ladenfronten als Kontrast zur Boden- und Deckenmaterialisierung; Ladenfronten mit hoch gesetzten Leuchtbändern; gebäudetechnisch-zeitgemässe Aufrüstung der Passage bezüglich Wärmedämmung und Brandschutz

Team

Architektur:
Dürig AG, Zürich
Irene Breckner, Andreas Coquelin, Jean-Pierre Dürig,

Project coordination, civil engineering:
ig zalo, Basler & Hofmann AG, Esslingen und Pöyry Infra AG, Zürich

Generalplaner:
uas unternehmen für architektur und städtebau ag, Zürich

Kostenplanung, Bauleitung Ausbau:
Caretta + Weidmann Baumanagement AG, Zuerich

HLKKSE-Ingenieure und Bauphysik:
Amstein + Walthert AG, Zürich

Akustik:
BAKUS GmbH, Zürich