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N°204 + INFO
Name
NAK Kirche
Ort
Gränichen-Suhr
Jahr
2001 - 2006
Kategorie
Direktauftrag
Auftraggeber
NAK Schweiz
Fotos

Ruedi Walti

Team

Dürig AG, Zürich; Jean-Pierre Dürig
Contributors Dürig AG:
Bruce A. Buckingham, Michel Gübeli, Martin Wengle, Jörg Magdeburg, Ludmila Thomann

Beschrieb

Architektonischer Ausdruck.
Die unregelmässige Grundstücksform verleiht dem Gebäude seinen Charakter. Die Seiten passen sich dem jeweiligen Grenzverlauf an, so dass im Grundriss eine unregelmässige Figur entsteht. Im Schnitt geben die Empore und die Nutzungen im Obergeschoss dem Dach seine Giebelform. Es entsteht ein reiner, skulptural wirkender architektonischer Körper, der aus mehreren schräg zueinander stehenden Flächen gebildet wird.

Kleid.
Auf der Aussenseite werden die Aussenwände mit einem einheitlichen Kleid versehen. Diese Hülle übernimmt die Funktion einer Wetterhaut. Sie wird über alle Öffnungen gezogen. Mit dieser Massnahme bekommt der Solitärbau einen neuen Massstab und hebt sich von der umliegenden profanen Architektur ab.

Organisation.
Der Kirchengänger betritt das Haus über eine hohe Vordachnische, die sogenannte Ausstülpung des „Kleides“. Erst dann kommt er in den inneren massiven und skulpturalen Kern des Hauses. Die schräg abfallende Decke des Foyers und der sich verengende Raum begleiten die Bewegung in den Kirchensaal. Dieser öffnet sich wiederum nach hinten zur Empore. Das Obergeschoss wird über einen überhohen skulpturalen Treppenraum erreicht, dessen Wände und Decke (mit Oberlicht) wiederum die Bewegung betonen.

Materialisierung.
Eine Spannung wird durch eine unterschiedliche Materialisierung der fliessenden Foyer-, Erschliessungs- und Kirchenräume und der dienenden Räume erzeugt.

Der fliessende zusammenhängende Raum wird homogen und hell materialisiert, eine sakrale Stimmung entsteht (“Himmel”). Im Gegensatz dazu werden die kapselähnlichen kleinen Räume mit farbigen Materialien in erdigen und blauen Farbtönen materialisiert (“Erde”).